670+ Tage Yoga und ein Yogakissen

Zu Beginn der Corona-Homeoffice-Zeit habe ich 2020 mit Yoga angefangen, ich habe mich zu meinem eigenen Erstaunen bis heute (bis auf sehr wenige Ausnahmen) täglich auf die Yogamatte begeben und der Mann sportelt inzwischen auch regelmäßig mit.

Inzwischen ist das morgendliche Yoga für uns zur geliebten Routine geworden. Ein besonders Highlight letztes Jahr war eine Yogastunde auf einer Aussichtplattform (großer Steg) an der Ostsee.

Ich hatte Yoga angefangen, damit ich etwas in Bewegung komme und nicht nur daheim rumsitze. Nie hätte ich gedacht, dass Yoga mal für mich so viel mehr sein würde. Yoga und die Atemübungen tun mir auch mental unglaublich gut. An den Effekt hatte ich gar nicht gedacht. Dieses zur Ruhe kommen und bei einem Selbst sein, aber auch einmal sich komplett von jemanden leiten lassen, ohne selber zu denken, zu müssen, macht was mit mir. Es beruhigt meine wilden hektischen Gedanken, lässt mich innehalten, lässt mich im Moment sein. Diese Erkenntnis kam bei mir erst mit der Zeit. Am Anfang ging es mir um die Beweglichkeit und die Übungen an sich – inzwischen ist es mein täglicher Ruhepol entweder vor der Arbeit um gut in den Tag zu starten oder zum Ende des Tages um herunterzukommen oder noch übrig gebliebene Energie loszuwerden.

Für mich hat sich eine Mischung aus Online (VHS) Kursen (1x wöchentlich) und Übungen via App (AloMoves (Abo notwendig)) als eine gute Mischung erwiesen. Von den gängigen YouTube-Yogalehrerinnen habe ich auch ein paar ausprobiert, die funktionieren für mich jedoch nicht so gut, was eher an der Youtube-Plattform liegt als an den Übungen an sich. Denke beim Yoga ist es wie bei anderen Sportarten auch, man muss die Trainingsangebote finden, die für einen gut funktionieren. Wer weiß, vielleicht gönne ich mir nach der Corona-Zeit auch mal einen echten Kurs. Wobei ich es mir noch nicht vorstellen kann, nach Ende der Stunde nicht relaxt und in Ruhe liegen bleiben zu können. Einer der Gründe warum es für mich so gut funktioniert ist, dass ich nicht viel spezial Equipment brauche und ich die Übungen einfach in meinen Alltag ohne Anfahrten und Zeugs rumschleppen integrieren kann.

So jetzt aber genug über meine Yoga Erfahrungen gesprochen. Ich möchte euch noch von meinem neusten Yoga-Equipment erzählen: dem „YoMe – Mediationskissen“ von „Unter meinem Dach“. Das Schnittmuster habe ich auf Instagram entdeckt (weiß leider nicht mehr bei wem) und es mir dann bestellt (via Email). Es besteht aus einem Innenkissen, mit der Füllung ist und einem Außenkissen mit Reißverschluss.
Die Anleitung ist gut geschrieben und ich kam sehr gut damit zurecht.

Als Füllung habe ich ca. 600gr. Buchweizenhülsen verwendet. Bestellt habe ich diese bei Bodynova, da hatte ich eh grad mir noch Yogazubehör bestellt. Das Befüllen war etwas tricky und ich war froh, dass wir das zu zweit gemacht haben. Ich habe das Kissen nicht prall gefüllt, da es mir wichtig war, dass es nach vorne hin möglichst flach verläuft. Das Innenkissen mit der Füllung wird nach dem Füllen mit der Nähmaschine zugenäht. Falls ich das Kissen noch mal nähen würde, würde ich fürs Innenkissen einen (nahtverdeckten) Reißverschluss verwenden.

Für das Innenkissen habe ich einen naturfarbenen festen Baumwoll-Webstoff verwendet und für Außen den Rest von einem meiner Stoffschätze – dem Hirsch-Motiv von Kokka Fabrics. Der Stoff ist eine robuste Leinen-Baumwoll-Mischung und das Motiv nicht zu farbenfroh. Ich wollte nichts, dass zu sehr ablenkt. Durch den rustikalen Look des Stoffes passt dieser sehr gut zu meiner Yogamatte (siehe auf den Fotos).

Genäht habe ich das Kissen mit dem stabilen Dreifach-Geradstich und der Overlock. Ich hatte etwas sorgen, ob das Kissen bei der Belastung halten würde oder die Nähte nachgeben würden. Nach dem ich das Kissen nun einige Wochen verwende, kann ich berichten, die Nähte halten. Trotz, dass ich drauf sitze 🙂

Ich nutze das Kissen fürs gerade Sitzen bei den Atemübungen und fürs „restorative Yoga“ (evtl. heißt das auf Deutsch anders) als Unterstüzung bei den Übungen, die mehrere Minuten gehalten werden.

Mitm Meditieren bin ich noch nicht warm geworden – meine Gedanken schweifen viel zu schnell ab, sodass es eher frustrierend ist (habe es mit einem echten Online-Kurs und via der App bisher probiert), aber das ist okay für mich. Vielleicht finde ich irgendwann man den Zugang, vielleicht auch nicht.

Schnittmuster: YoMe – Meditationskissen von „Unter meinem Dach“
Material: ca. 600gr. Buchweizenhüllen von Bodynova, Baumwoll Webstoff für das Innenkissen, Kokka Baumwoll-Leinen-Stoff für Außen, Reißverschluss
Änderungen: Aus Stoffmangel konnte ein Teil am Außenstoff nicht im Bruch zu schneiden und habe so eine Naht in der hinteren Mitte.
Änderungen fürs nächste Mal: Innenkissen mit nahtverdecktem Reißverschluss nähen und einen Tragehenkel an der hinteren Mitte annähen.
Fazit: Ich bin sehr zufrieden mit meinem Mediationskissen. Kann den Schnitt sehr empfehlen.

Was ich mir sonst so inzwischen fürs Yoga genäht habe:

Unterschrift Muriel

Ps. Der Kater, der sich gerne auf meine Yogamatte gelegt hat (und so locker mind. meine Matte um ein Drittel belegt hat), fehlt immer noch 🖤.

Von
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2 Kommentare

  • 500 days of sewing

    Liebe Muriel,
    mir gefällt das Kissen total gut. Danke für die Beschreibung.
    Aber noch schöner finde ich den ausführlichen Bericht darüber was Yoga dir alles gibt. Das ist total schön zu lesen.

    10. April 2022 um 14:20 Antworten
    • Muriel

      Hi Melanie,
      vielen Dank für deinen lieben Kommentar.
      Lieber Gruß,
      Muriel

      10. April 2022 um 21:34 Antworten

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