Schwesternhochzeit: mein Hochzeitsgastkleid für die Kirche

Das tragbare Probekleid für die kirchliche Hochzeit meiner Schwester ist bereits im Frühling entstanden. Bis ich allerdings den passenden Stoff gefunden hatte, ist einige Zeit vergangen, und dann war es erst wichtig, dass ich die Projekte für Braut und Bräutigam und meine Mutter fertigstelle.
Dazwischen “musste” ich dann auch noch mein Film- und Serien-Sew-Along Kleid “Call the Midwife” 2 fertig stellen und erst dann konnte ich mich an mein eigenes Kleid machen.

Das Hochzeitgastkleid besteht aus zwei Schnittmustern. Oben Simplicity 1418, unten der Rockteil vom Call the Midwife Kleid 1 (Teller mit 6 tiefen Kellerfalten).

Der ausgesuchte “ArtGallery Fabrics” Stoff lag (typischerweise) nur 1,10m breit. Bisher hatte ich den Rockteil immer nur aus 1,5m breiten Stoff zugeschnitten und dort konnte ich den vorderen/hinteren Rock im Bruch zuschneiden. Bei nur 1,1m ging das leider nicht, und so versteckt sich in der vorderen/hinteren mittleren Kellerfalte eine Naht.
Beim Zuschnitt ist mir ein Fehler unterlaufen. Anstatt dass ich den Fadenlauf wie bisher in der Mitte (Bruch) gelassen habe, habe ich den an die Seitennähte verlegt. Aufgefallen ist mir das erst, als ich den Rockteil das erste Mal an mich gehalten habe und der Rock recht unmotiviert runter hing. Das sah bei dem “richtig” zugeschnittenen Rockteil vom Call the Midwife Kleid bzw. der tragbaren Probe ganz anders aus. Warum das so ist hat Michou a la mode in einem interessanten Blogpost beschrieben. Nun hab ich es auch mal am eigenen Leib erfahren dürfen.

Da ich alle Änderungen vom Probeteil auf den Schnitt übertragen hatte, lies sich das Kleid sehr schnell nähen und so habe ich das Kleid an wenigen Tagen (mit Pre-Work-Sewing und After-Work-Sewing) fertig bekommen. Dann musste ich nur noch warten, bis der Rockteil ausgehängt war und habe gesäumt.

Am Tag der Hochzeit habe ich unter dem Kleid meinen gekauften Petticoat getragen. Der hat dem Rockteil ein dezentes Volumen gegeben.

Dass ich mir jetzt überhaupt Kleider mit einem solchen BH-Träger-unfreundlichen Ausschnitt nähe, liegt daran, dass ich seit Anfang des Jahres auch trägerlose BHs nähen kann. So stand für mich von Anfang an fest, dass ich aus dem Reststoff einen passenden BH nähen werde.
Die Stoffmenge war für meine Verhältnisse extrem knapp berechnet, und bis auf ein paar kleine Fetzen, die gerade noch so für den Fascinator und den Esplande Bra (Blogpost kommt demnächst) gereicht haben, ist nix mehr übrig.

Schnittmuster: Oben Simplicity 1418, unten Call the Midwife Kleid 1 (Teller mit 6 tiefen Kellerfalten)
Material: ArtGallery Fabrics – Pat Bravo – Heartland (von der Nadelwelt), nahtverdeckter Reißverschluss, Gummiband (für die versteckten “Träger” in den Ärmeln), Futter, Gürtel vom Nähbloggerinnentreffen-Kleid
Änderungen: siehe Blogpost zum Probeteil, wegen dem Reißverschluss an der Seite mit nur einer Nahteingriffstasche (Ja, Chrissy – ich weiß, technisch hätte ich trotz Reißverschluss zwei Taschen machen können :-))
 
Fazit: Das Kleid hat sich super gemacht und ich habe es inzwischen schon ein paar Mal getragen.

Vor ein paar Monaten hatte ich mit einer Freundin, welche auch näht, die Idee, dass wir uns für die Hochzeit zu unseren Kleidern passende Fascinator nähen könnten. Habe Material für jeweils zwei Fascinatoren (wie heißt die Mehrzahl von “Fascinator”?) bestellt, falls die erste Variante nichts werden sollte, aber schon die erste Variante war tragbar.

links der rote Facinator meiner Freundin und rechts mein gelb-grauer

Dazu habe ich einen 11cm Rohling mit Stoff bezogen. Dazu habe ich einen Kreis ein paar cm größer als der Fascinator ausgeschnitten, eine Hilfsnaht genäht, den Stoff über den Rohling gelegt und dann die Fäden angezogen. So hat sich der Stoff ohne Probleme über den Facinator gelegt. Der Stoff musste auf der Unterseite dann nur noch festgeklebt werden. Oben drauf kamen dann noch Blumen und Tüll. Ich hätte gedacht, dass sich der Fascinator den ganzen Tag wie ein Fremdkörper aufm Kopf anfühlt, aber es war nur ein “da ist ne Haarspange”-Gefühl. Ich habe mich mit meinen Outfit sehr wohl gefühlt.

Von
4

Was Dir auch gefallen könnte:

4 Kommentare

  • Frau H. aus E.

    Sehr, sehr schön. Besonders das Oberteil/der Ausschnitt gefällt mir ausgesprochen gut!

    Herzliche Grüße Irene

    14. November 2017 um 5:08 Antworten
    • Muriel

      Hallo Irene,
      vielen Dank für deinen lieben Kommentar.
      Lieber Gruß,
      Muriel

      14. November 2017 um 16:57 Antworten
  • Anja

    Das ist wirklich sehr schön geworden. Kompliment.

    22. November 2017 um 13:00 Antworten
  • Schwesternhochzeit: Das Kleid für meine Mutter – Nahtzugabe5cm.de

    […] Hier der Blogpost zu meinem Hochzeitsgastkleid. […]

    12. August 2018 um 16:26 Antworten
  • Gib einen Kommentar ein

    Durch das Absenden deines Kommentars stimmst du den Richtlinien zum Datenschutz zu.

    Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu und den Richtlinien zum Datenschutz zu. Datenschutzerklärung

    Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

    Schließen