Weihnachtskleid-Sew-Along 2: Oma-Gedenk-Kleid aktueller Stand

Puhh, schon wieder Weihnachtskleid-Sew-Along-Treffen. Irgendwie vergeht die Zeit momentan wie im Flug. Letzte Woche kam ich zu gar nichts, aber da ich mein Weihnachtskleid schon vor Monaten angefangen habe, kann ich heute trotzdem was zeigen.
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Der Weihnachtskleid-Sew-Along ist eine tolle jährliche Aktion der MeMadeMittwoch-Crew. Jeder darf mitmachen und sich sein Weihnachtsoutfit (muss kein Kleid sein) in netter Gesellschaft nähen.
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Variante A aus dem dunkelroten Stoff im Hintergrund
mit evtl. anderem Ausschnitt, anderen Ärmeln und die Taschen stehen auch zur Diskussion. Evtl. die von Ver. B
 

Mein Plan ist ein Oma-Gedenk-Kleid nach einem von ihr geerbten Schnitt und genäht auf ihrer Dürrkopp-Nähmaschine von 1960. Wie letzte Woche geschrieben, ist meine Oma leider vor ein paar Monaten gestorben. Sie hatte meine “Nähkarriere” immer mit sehr viel Begeisterung verfolgt. Bei der Wohnungsauflösung kamen auch ein paar Schnitte zu Tage, ich hatte das Glück, dass ich davon einige bekommen habe.

Der Schnitt ist Größe 44 – allerdings 44 von 1960/70, da war die Größentabelle eine andere. Bei neuen Webstoffschnitten mache ich immer ein Probeteil. Deswegen habe ich einfach mal versucht was dabei herauskommt wenn ich Gr. 44 einfach ohne Nahtzugabe nähe. Ja, ich weiß, soll man auf keinen Fall machen … habs trotzdem ausprobiert. 🙂
Zu meiner eigenen Überraschung saß das Kleid auf Anhieb gar nicht so schlecht. Ich werde noch ein bisschen Nahtzugabe im Bereich der Brust rauslassen und im oberen Rücken fehlt an der Mittelnaht auch noch ein bisschen Stoff.
Die langen Ärmel mit Ellenbogenabnäher behindern meine Bewegungsmöglichkeit leider soweit, dass ich die gegen einen bei mir sitzenden “modernen” Burdaärmel austausche. Finde das eigentlich schade, hätte gerne mal einen Ärmel mit Ellenbogenabnäher gehabt. In einem Threads Magazin von diesem Jahr wird beschrieben wie man ein Armloch und Ärmel von einem Schnitt in einen anderen einbaut. Bin gespannt, ob das so einfach klappt wie es aussieht.

Vergleich: Burda Ärmel (60/70er) und neuer Burdaärmel (aus Folie)

Beim Ausschnitt bin ich mir noch nicht sicher. Den Bubikragen fände ich süß, aber ob der Kragen was für mich ist, weiß ich noch nicht. Die Taschen sitzen an einer für mich ungünstigen Stelle am Bauch und neigen zum aufklaffen, da muss ich mir noch was überlegen. Im Notfall verwende ich die aufgesetzten Taschen von Ver. B.

In der vor Monaten gepackten Projekttasche habe ich noch einen zweiten Stoff gefunden. Vermute mal, dass ich mir damit sagen wollte, dass ich den Schnitt aus zwei Stoffen nähen wollte. Da wird mir die Zeit wohl eher nicht reichen, aber das ist ja das schöne an Stoffen, sie können alles werden. Der Stoff wandert wieder zurück in meine Stoffsammlung.

Die anderen fleissigen Weihnachtskleidnäherinnen findet ihr auf dem MeMadeMittwochBlog, dort zeigt Wiebke (Kreuzberger Nähte) ihr wieder ausgegrabenes UFO. Ist es nicht toll, wie der Sew-Along auch zur Belebung von UFOs beiträgt?

Muriel
Von
6

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6 Kommentare

  • ULAMAI

    Dein Projekt finde ich total schön und bin gespannt auf die Ausarbeitun lg ute

    23. November 2015 um 20:59 Antworten
  • Januarkleider

    Deine Idee, mit dem Kleid an deine Oma zu erinnern, finde ich sehr schön und kann sie auch gut nachvollziehen, zumal ich solche Projekte auch schon gemacht habe.
    Ärmel austauschen klappt bestimmt. Ich habe bei menem letzten Weihnachtskleid in ein ärmellosen Kleid einen Ärmel von einem anderen Kleid eingesetzt und das war ganz problemlos.
    LG
    Susanne

    24. November 2015 um 7:03 Antworten
  • beswingtes Fräulein

    Uh, ich mag ja solche alten Schnitte und bin sehr gespannt wie es am Ende aussieht – und einfach die Nahtzugabe weglassen.. also nein.. 🙂

    24. November 2015 um 8:09 Antworten
  • mo.ni.kate

    Das wird dann dein Omagedächtnis Kleid. Sehr schön. Und es bleibt immer etwas von dem Menschen da.
    lg monika

    24. November 2015 um 9:24 Antworten
  • caro bac

    Ich finde das faszinierend und mutig, dass du diesen alten Originalschnitt verwendest. Ihn auf deine Größe und Bedürfnisse anzupassen, bedeutet sicher viel Arbeit und ich wünsche dir gutes Gelingen. Das Design jedenfalls ist klasse und deine Oma würde wäre sicher stolz auf dich. LG Carola

    24. November 2015 um 12:19 Antworten
  • Marinellas World

    Das ist wirklich ein sehr schönes Projekt. Schnitt, Farbe und Geschichte dazu gefallen mir sehr. Da wirst du beim Nähen sicher öfter von Gedanken an deine Oma begleitet, oder?
    Den Ärmel kannst du sicher austauschen, das ist nicht so schwierig. Die Taschen lass im Zweifel lieber weg. Ich hab vor kurzem einen 70er Schnitt genäht und die Taschen schlussendlich nach dem ersten Tragen zugenäht…
    Liebe Grüsse und gutes Gelingen!
    Julia

    24. November 2015 um 14:30 Antworten
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