• Jersey-Ogden-Cami-Hack Nr. 2 mit integriertem Soft-BH

    Bevor sich jetzt jemand wundert, wo der Blogpost zur Nr. 1 ist, den kann ich gleich beruhigen: Diesen Post gibt es noch gar nicht, da ich es nicht schaffe, Fotos zu machen bevor das Oberteil wegen Flecken in die Wäsche muss. Aktuell wartet es zum wiederholten Male darauf, gewaschen zu werden. Ich bin zuversichtlich, dass ich das mit den Fotos nach der nächsten Wäsche schaffe.

    Da ihr logischerweise noch nichts vom ersten Jersey-Ogden-Cami-Hack wissen könnt, packe ich euch alle Infos in diesen Post und dafür wird der Blogpost zur eigentlichen Nr. 1 dann (hoffentlich) etwas kürzer.

    Während des diesjährigen MeMadeMay (Aktion von „So, Zo what do you know?“ ) hat True Bias (Schnittfirma, die unter anderem das Ogden Cami herausgebracht hat) täglich auf Instagram in ihren Stories die MeMadeMay Beiträge von Anderen mit ihren Schnittmustern geteilt. Dadurch bin ich auf den Ogden-Jersey-Soft-BH-Hack von Nettameijer gestoßen. In einem ihrer Story-Highlights zeigt sie sehr detailliert, welche Änderungen sie vorgenommen hat.

    Ihre Idee, das Ogden als Jerseyvariante und dann auch noch mit integriertem Soft-BH zu nähen, hat mir sofort gefallen und ich wollte am liebsten sofort loslegen.

    Den Schnitt Odgend Cami habe ich inzwischen in etlichen Varianten (u.A. eines aus dunkelblauer Seide und aus einem geliebten Rifle Paper Pattern Stoff; die komplette Übersicht findet ihr gesammelt hier). Darunter trage ich einen meiner trägerlosen BHs (z.B. diesen hier passend zu einem Hochzeitsgastkleid oder den schwarz-weißen mit roten Highlights). Für daheim sind die Oberteile somit eher nichts für mich. Meine Motivation, daheim einen trägerlosen BH zu tragen, geht gegen Null :-), jedoch so ganz ohne Halt mag ich auch nicht sein. Das Oberteil an sich ist für mich das ideale Sommeroberteil, weil es schön luftig leicht ist. Somit war ich sehr angetan von ihrer Idee, aus dem vorhandenen Futterschnitteil einen Soft-BH zu nähen und somit ein wenig Halt zu haben und nicht „frei schwingend“ unterwegs zu sein.

    Ihr Tutorial habe ich als Grundlage für meine eigene Version genommen und habe ein paar Punkte geändert:

    • Futterschnittteil: Ich habe dieses nicht verlängert, weil ich angenommen habe, dass ich das Schnittteil bereits verlängert habe. Später habe ich festgestellt, dass ich das bei „meiner“ Ogden-Größe gemacht habe, aber nicht bei der kleineren Größe, die ich nur einmal für meine Schwester genäht habe. Zum Glück hat es bei mir auch ohne Verlängerung gepasst und das Gummiband verläuft an der richtigen Stelle direkt unter der Brust.
    • Da mir Jersey allein als Soft-BH zu wenig Halt geben würde, habe ich als Zwischenschicht ein leichtes Powernet verwendet. Das sollte eigentlich nur vorne sein, da ich beim Zuschnitt jedoch vorne und hinten verwechselt habe, habe ich jetzt auch Powernet hinten am Rücken. Das Powernet habe ich auf die linke Seite vom Futter geheftet (mit der Nähmaschine) und dann als eine Lage weiterverarbeitet. Das Powernet liegt so nicht am Körper an.
    • Träger: Diese sind bei mir nicht verstellbar, da ich sie anstatt nur aus Jersey, aus Jersey + Trägergummi genäht habe (so wie man einen Träger bei Bademode nähen würde) und so die Gefahr, dass es mir ausleihert, sehr gering ist. Die Technik zum Nähen der Träger zeigt TailorMadeShop immer wieder in ihren (Bademoden-)Stories auf Instagram. Da man die Farbe vom Trägergummi nicht sieht, kann man so super ungeliebte Farben verarbeiten.
    • Bei der ersten Variante hatte ich die Ausschnitte (vorne/hinten) mit Formband (Vlieseline) verstärkt. Im Nachhinein erschien es mir aber doch nicht notwendig und habe es bei der zweiten Variante weggelassen. Durch das Powernet so wie dem Geradstich am Ausschnitt und dem Understitching (mir fällt gerade der deutsche Begriff dafür nicht ein), kann sich da nichts mehr ausdehnen.
    • Gummiband für unter die Brust: In dem Tutorial schlägt sie das Gummiband komplett mit Jersey ein, das wäre mir, gerade weil ich noch eine zusätzliche Lage durch das Powernet habe, zu dick geworden, und so habe ich das Gummiband so angenäht, dass die weiche Seite auf der Haut anliegt. Mein 4cm breites, sehr weiches Gummiband habe ich von Pretty Woman Leipzig. Dieses war eigentlich für Männer-Retro-Shorts vorgesehen, aber als es ankam habe ich bemerkt, dass es dafür zu dick und flauschig ist (ich vermute, da ist auch Baumwolle drin). Für dieses Projekt ist es ideal. Um die Länge zu ermitteln, habe ich das Gummiband um mich gelegt, das Gummiband mit einer Stecknadel zusammengesteckt und dann getestet, ob ich noch herauskomme. Ich konnte es dann sogar noch einen Tick enger machen als gedacht.
    Der Zuschnitt der Streifen und das Nähen der Seitennähte hat mal wieder ewig gedauert aber der Aufwand hat sich gelohnt. Bin stolz drauf.

    Nachdem ich für die erste Variante den letzten Stoffrest verbraucht habe, der groß genug war, musste ich für diese Variante verschiedene Stoffe kombinieren und so ist diese Color-Blocking-Variante entstanden. Als ich das Oberteil das erste Mal angezogen habe, ist mir aufgefallen, dass ich exakt die gleiche Kombination schon mal für eine meiner Alia-Leggins zusammengestellt habe. Somit habe ich mir unabsichtlich ein passendes Kombi-Oberteil genäht. Sogar die Reihenfolge der Farben habe gleich gemacht. Es scheint, als würde ich nach einem Muster arbeiten, ohne es zu wissen. 🙂

    Insgesamt bin ich mit dem Halt, den dieses Oberteil bietet, für Daheim sehr zufrieden. Für Draußen wäre es für mich eher nichts, da hab ich schon gerne etwas mehr Unterstützung, aber dafür habe ich ja meine anderen normalen Ogden Camis. Einzig der Fall vom unteren Teil des Oberteils ist durch den etwas festeren Streifenjersey nicht ganz so schön, wie bei meiner ersten Variante.

    Schnittmuster Oberteil: Ogden Cami Gr. 4 (eine Gr. kleiner als meine „normale“ Ogden Größe) als Jersey Hack nach dem Tutorial von Nettameijer (Instagram)
    Material: Jersey-Reste, leichtes Powernet, BH-Trägergummi + 4cm breites Gummiband (beides Pretty Woman Leipzig)
    Änderungen: siehe Text
    Fazit: Ich liebe das Oberteil, jetzt bei den hohen Temperaturen lebe ich quasi da drin. 🙂

    Outfit angezogen 🙂

    Schnittmuster Hose: Aila von The Last Stitch (Größe: 38 = Bund, 40 = Hosenbeine)
    Material: Modal-/Tenceljersey-Reste, Powernet, BH-Gummiband 1 cm breite für Bund.
    Änderungen: wie im Sew-Along, dass innere Waistband mit Powernet anstatt aus Stoff
    Fazit: Durch den noch weicheren Stoff ist diese Leggings noch bequemer als die erste Variante.

    Unterschrift Muriel
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