• Great Bra Sewing Bee Wochenende – ein sehr insprierendes Wochenende

    Letztes Wochenende fand die erste “Great Bra Sewing Bee” Konferenz statt. Diese englischsprachige virtuelle Nähkonferenz für Hobbynäherinnen aber, so mein Eindruck, auch für professionelle BH-Näherinnen lief von Donnerstag bis Sonntag und es gab neben über 40 live Klassen via Zoom/Facebook noch 30 exklusive Videos. Die Veranstaltung war sehr professionell aufgezogen. In jedem Livekurs gab es eine Moderatorin, die die Fragen der Teilnehmerinnen koordiniert hat und sich um den Ablauf gekümmert hat.

    neuer BH (Innenansicht)

    Vom Level her war sowohl für BH-Nähanfängerinnen bis, zu denen die mit einer BH-Produktion starten möchten, interessante Inhalte dabei.

    Ich fand es sehr inspiriert die Herangehensweise der verschiedenen BH-Näherinnen kennenzulernen. Mir haben besonders die Videos zu dem Themen “Bra Anatomy”, sowie dem “Fitting Band” gefallen (beide von Lilypa Designs). Dies sind Bereiche mit denen ich in mich in meinen inzwischen fünf Jahren BH nähens bisher nicht wirklich beschäftigt habe. Sehr interessant war auch die Stunde über “BH-Bügel” (von Porcelynne).

    Die Kursleiterinnen waren alle samt aus der internationalen BH-Nähwelt, so waren die Kurszeiten auch über den ganzen Tag verteilt. Es gab nur 2-3 Videos, die ich nicht live schauen konnte, da diese mitten in der Nacht stattgefunden haben. Von diesen habe ich mir dann anschließend die Aufnahme angeschaut – war also kein Problem.

    Es gab ein deutschsprachiges Video, nämlich von Bra &Bee. Sarah hat darin ihre Vorlage zum Notieren von (BH)-Nähmaschinenstiche vorgestellt. Diese gibts in ihrem Shop zum Download.

    Schade fand ich, dass man entweder nur einen Wochenend-Pass kaufen konnte oder dann für über 100Dollar einen Jahrespass um auf alle Videos zugreifen zu können. Soweit ich es mitbekommen haben, wird darüber nachgedacht, falls es ein weiteren Event gibt, zusätzlich noch einen Wochen-Pass anzubieten. Es war teilweise schon etwas stressig die vielen Videos (die Liveklassen gingen alle mind. 1h) zeitlich in den vier Tagen anzuschauen und das sage ich als Person, die keine Kinder oder sonstige Verpflichtungen hat.

    Was ich unter anderem aus einem der Kurse auch mitgenommen habe ist, dass man sich eine Pappschablone von der Bridge und dem Cradle (irgendwann lerne ich noch mal die deutschen Begriffe dafür) anfertigen kann um so schnell und ohne großen Materialeinsatz die Passform des Bandes und des Ausschnitts für den Bügel einschätzen zu können. Habe inzwischen drei Schablonen angefertigt und bin überrascht, wie unterschiedlich diese sind. Ob, das so gut ist, weiß ich aktuell noch nicht.

    Meine Pappschablonen von oben nach unten: Boylston 32D, Black Beauty Bra 28FF und 28G

    Während ich die Videos angesehen habe, habe ich eine Beschäftigung für meine Hände gesucht und was liegt da näher, als Unterwäsche zu nähen 🙂

    neue Bikini Hose, nur noch das Bundgummi annähen.

    So habe ich eine Bikinihose (Schnittmuster: The T-Shirt Underwear von Indigorchid) genäht bzw. es fehlt noch der Bund-Badegummi, da warte ich noch auf die Lieferung. Der dazu passende Sport-BH/ Bikinioberteil ist schon fertig und wartet noch aufs fotografiert werden.

    Mein eigentliches Wochenendprojekt war aber noch mal ein Black Beauty Bra. Den Schnitt habe ich inzwischen schon drei Mal genäht (2x aus Laminat und 1x aus Mesh) und war immer noch nicht sooo zufrieden mit der Passform. Da ist noch Luft nach oben. So bin ich den Schnitt nochmal angegangen. Der Schnitt wurde von einigen im Laufe des Wochenendes als ihr Lieblingsschnitt erwähnt. Ich bin da (noch) nicht so weit, so was zu dem Schnitt mit dem ich so gekämpft habe, zu sagen 🙂 (siehe Blogpost zu den Laminat Varianten).

    Dieses Mal habe ich die Bridge, welche im oberen Bereich nicht anliegt, nochmal verschmälert. Zunächst habe ich die 28F genäht, da mir diese aus dem Stretch-Mesh gut gepasst hat. Nachdem die Cups drin waren, habe ich den BH probeweise an mich ran gehalten und die Cups waren zu klein :-(. Was blieb mir anderes übrig, als nochmal von vorne mit einer Cupgröße größer zu starten. Zum Glück hatte ich noch genug BH-Tüll übrig.

    Das war meine Variante mit den zu kleinen Cups.

    Bei dem zweiten Versuch ist mir dann ein Fehler nach dem anderen passiert und ich war die Hälfte der Zeit mit Auftrennen beschäftigt *grummel*. Der weiße Tüll-BH mit den royalblauen Bändern ist am Sonntag knapp vor Mitternacht fertig geworden  – also eine Punktlandung. Leider ist trotz der Änderung an der Bridge der Sitz des BHs immer noch nicht so, wie ich den gerne hätte. So  habe ich mir spontan noch eine (virtuelle) Fittingsession mit Lily gegönnt. Diese findet nächste Woche statt und ich bin gespannt, welche Tipps sie für mich hat um die Passform noch weiter zu optimieren.

    Schnitt: Black Beauty Bra (28FF) von Emerald Erin
    Material (gekauft bei Evie La Luve):
    BH-Tüll (nicht dehnbar), Powernet, Falzgummi, Unterbrustgummiband, BH-Trägergummi, Ringe + Schieber, BH-Verschluss, Bügelband, Framiltonband, BH Bügel (Flexy von Sewy)
    Änderungen: siehe ursprünglicher Black Beauty Blogpost sowie dem zweiten Black Beauty Blogpost+ die Powerbar im oberen Bereich verschmälert (auf der Seite vom Arm), da mein Falzgummi schmaler war als im Schnitt vorgesehen und es optisch so besser aussieht.
    Änderungen fürs nächste Mal: Ich teste noch mal einen Cup größer (28G)
    Fazit: Ohne Powernet gefällt mir der Schnitt besser. Beim nächsten Mal schraube ich noch ein bisschen an der Passform der Bridge.

    Wer ist Lust bekommen hat, sich mit den BH-Unterwäsche-Thema mal zu beschäftigen – heute startet der #Bragust2020 auf Instagram (veranstaltet von @Tailormadeshop).

    Unterschrift Muriel

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  • The Sewing Weekender

    Am zweiten Juni Wochenende fand das erste virtuelle Sewing Weekender Treffen statt. Dieses Event, welches normalerweise jährlich in Cambridge (UK) stattfindet, wurde dieses Jahr ins Internet verlegt und so hatten anstatt “nur” 100 Teilnehmerinnen vor Ort über 1.700 Teilnehmerinnen aus der ganzen Welt die Gelegenheit dabei zu sein. Die Organisatorinnen Charlotte (English Girl at Home) sowie Rachel und Kate von TheFoldline (Link zum offiziellen Post der Veranstaltung) haben dieses Jahr die Einnahmen aus den Ticketverkäufen…

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  • 4 Wochen, 4 Kleider – mein Ergebnis

    Mit etwas Verspätung kann ich euch endlich meine Kleider, welche ich im Rahmen der Aktion “4 Wochen, 4 Kleider” von Yvonette genäht habe, zeigen. Mir war von Anfang an klar, dass ich es nicht schaffe, mich auf “nur” vier Kleider zu konzentrieren, weil ich noch andere Projekte für den Mai geplant hatte (wie den Winslow-Flint-Hosen-Hack und dem Tellerrock), und so habe ich mir zwei Kleider von meinem Projektstapel genommen, welche ich schon länger nähen wollte,…

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  • MeMadeMay Tag 31: semi-erfolgreicher Patternhack „Winslow + Flint“

    So das ist jetzt wirklich der letzte Post zum MeMadeMay: Mein aktueller Lieblingshosenschnitt ist die Flint von Megan Nielsen. Den Schnitt habe ich inzwischen in Jeans Chambray, Slub Tencel Linen in Cider sowie in Navy (noch nicht verbloggt) und auch noch zwei kurze Varianten (bisher nur eine verbloggt) genäht. Ich kam dann, inspiriert durch Melanies Winslows Culotte, auf die Idee dem Winslow Schnitt an dem ich 2017 so famos gescheitert bin nochmals eine Chance zu…

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  • MeMadeMay Tag 30: Das Ein-Jahres-Kleid

    Es fehlen noch zwei Blogposts zum MeMadeMay: Die letzten Wochen gab/ gibt es ein beherrschendes Thema in den Medien, sowie in meinen Social Media Feeds auf Instagram und Twitter – die Geschichte um Amy Cooper (oder ist die schon wieder fast in Vergessenheit geraten?) und der Tod von George Floyd sowie die daraus resultierend Ereignisse. Wenn ihr die Möglichkeit habt, informiert euch, was ihr tun könnt. Lest Bücher über das Thema. Rassismus gibt es, leider,…

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  • MeMadeMay Tag 29: jetzt trägt sie schon wieder einen Tellerrock

    So der Monat neigt sich dem Ende zu und ich kann euch nochmal einen Klassiker aus meinem Kleiderschrank zeigen: ein luftiges Oberteil ausgewaschener Seide. Ich habe das Oberteil 2014 anlässlich eines wichtigen geschäftlichen Termin genäht und da der Termin damit erfolgreich verlief, ist es seitdem mein Glücksbringer-Oberteil. Heute habe ich zwar kein Glück gebraucht aber ich habe mich trotzdem gefreut es zu tragen. Schließlich erinnert es mich an einen denkwürdigen (sehr warmen) wichtigen Tag in…

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  • MeMadeMay Tag 27: drei Lieblingsschnitte in einem Outfit

      Der Monat nähert sich dem Ende und beim Blick in meinen Kleiderschrank fällt mir auch, wie viele Kleidungsstücke, die ich sonst regelmäßig trage, den Monat nicht getragen wurden. Das Lag zum einen daran, dass ich aktuell nur im Homeoffice arbeite und wir auch noch zwei Wochen Urlaub hatten. Beides hat meine normale Garderobe ordentlich durcheinander gewirbelt. Ich fände es toll, wenn ich es schaffen würde auch nachm MeMadeMay weiter regelmäßig zu bloggen. Es macht…

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